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Produktivität berechnen

Produktivität ohne Formel berechnen

Produktivität ohne Blick auf das Ganze kann auch negative Folgen haben. Wenn z.B. in einem Industrieunternehmen verschiedene Abteilungen sich nur jeweils an ihren eigenen Produktivitätsanforderungen orientieren, kann eine Abteilung große Überschüsse produzieren, die aber von einer anderen Abteilung möglicherweise gar nicht weiter verarbeitet werden können.

Dann baut eine Abteilungen einen Überschuss auf, der nicht nur Kapital bindet, sondern möglicherweise auch noch Lagerkosten verursacht und einen möglichen Modellwechsel im Produkt verhindert, weil die Bestände erst mal abgebaut werden müssen.

Dies ist in packender Weise in dem Roman "Das Ziel" von E. Goldratt verarbeitet, der die Leser mitnimmt zu Überlegungen, die die Grundlage für die Lean-Production gebildet haben.

"Was ist das Ziel des Unternehmens?" fragt die Hauptfigur des Romans, um damit die Produktivitätsbestrebungen der einzelnen Abteilungen dem gesamten Ziel unter zu ordnen. Auch wenn e sin dem Unternehmen und dem Roman letztlich verwickelt, kompliziert und spannend zugeht, ist doch der Grundgedanke sehr sinnvoll und einfach.

Man braucht keine Formel, um sich nach dem Sinn und dem Ziel des eigenen Tuns zu fragen.

Es hilft aber sehr, sich mit seinen eigenen Zielen gut auszukennen. Die Kunst der Zielsetzung steuert den Einsatz aller produktiven Bemühungen, bzw. sollte es tun.

"Als wir das Ziel aus den Augen verloren, verdoppelten wir die Anstrengungen" (Mark Twain). Auch mit verdoppelter Produktivität wäre es nicht besser.

Kann denn Zielklarheit Luxus sein?

Die Kunst der persönlichen Führung beginnt mit der "Effektiven persönlichen Produktivität" und stellt ganz klar zu Beginn die Frage der Selbstbesinnung.

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