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Digitalisierung und Plan B

Digitalisierung und Plan B

Digitalisierung ist als Zukunftsprojekt in aller Munde und gilt als Problemlösung, bzw. nächste Revolution.

Kiel hat im September 2017 eine erste digitale Kieler Woche inszeniert (eine sehr interessante Veranstaltung) und will weitere folgen lassen

Wir neigen dazu, Zukunftsplanung so zu betreiben, als sei die Zukunft nur eine leichte oder sogar revolutionäre Abwandlung der heutigen Zeit (hoffentlich besser).

Verfügen wir auch über Ideen, wie es sein könnte, wenn alles ganz anders wird?

Digitale Technik basiert auf dem Prinzip „Strom an“ und „Strom aus“ (ja und nein).

Was passiert, wenn der Strom zwar aus, aber nicht wieder an geht?

Wir sind zentral abhängig von Strom und können uns das kaum anders vorstellen. Der Strom in seiner heutigen Form ist kaum 120 Jahre alt und in seiner heutigen all durchdringenden Bedeutung noch weniger alt.

Auch Erdölnutzung ist allgegenwärtig, jedoch auch eine ganz neue Errungenschaft.

In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit ist die Landwirtschaft der heutigen Zeit diejenige, die in Krisenzeiten (ohne Erdöl) als erste zusammenbricht.

Alle Strukturen sind auf maschinelle Prozesse ausgerichtet und nicht kurzfristig auf Handbetrieb wieder umstellbar.

Information, besonders in digitaler Form,  gilt als das neue Gold, doch weder Gold noch Information können wir essen.

Wir brauchen reale, physische, analoge Produkte zu Leben.

Auch wenn wir uns das nicht vorstellen mögen, und uns eine andere Lebenswelt unattraktiv erscheinen könnte, kann es doch als Gedankenspiel nützlich sein, sich andere Welten vorzustellen.

Dies muss nicht unbedingt als Krisengeheul angesehen werden, sondern könnte auch ganz einfach nur unsere Dankbarkeit für den heutigen Zustand erhöhen. 

Alles was wir nicht selbstverständlich nehmen und achtlos konsumieren verstärkt unsere Dankbarkeit und damit unser Wohlbefinden.

Ein Vulkanausbruch in Süditalien ist gar nicht soweit weg, wie er sich in Norddeutschland anfühlt und gar nicht so unwahrscheinlich, wie man es wünschen könnte.

Diese Gedanken kamen mir beim Lesen der Tageszeitung mit dem Artikel: „Der Vulkanriese in der Tiefe – am Golf von Neapel brodelt es“.

Lesen Sie selbst den Artikel (Hier Quelle: Schleibote, 23.9.2017) und lassen sich zu eigenen Gedanken über einen möglichen Plan B oder eine erhöhte Dankbarkeit mit dem jetzigen Zustand inspirieren!

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